SRF, 26.09.21

Die Gemeinden Kloten und Opfikon hätten bis 2030 klimaneutral sein sollen. Doch das Anliegen war an der Urne chancenlos.

Weder die Klotener noch die Opfikerinnen wollen, dass ihre Städte die CO2-Emissionen in den nächsten neun Jahren auf netto null senken. In Opfikon lehnten knapp 61 Prozent der Stimmberechtigten die Vorlage ab. In Kloten ist der Nein-Stimmenanteil mit gut 65 Prozent sogar noch höher. Zum ersten Mal überhaupt in der Schweiz stimmten zwei Gemeinden über die Kernanliegen des Klimastreiks ab.

Nicht nur städtische Betriebe oder Gebäude hätten klimaneutral sein sollen, auch die Bewohnerinnen und Bewohner wären betroffen gewesen. Explizit ausgenommen gewesen wäre dabei der Flughafen Zürich, der bis 2050 klimaneutral sein will.

Es sei nun allerhöchste Zeit, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, betonten die Initianten von SP und Juso im Vorfeld. Die extremen Wetterereignisse in diesem Sommer mit Feuern in Südeuropa und Überschwemmungen in der Schweiz seien ein klares Zeichen dafür, dass auch auf lokaler Ebene Schutzmassnahmen angezeigt seien.

Die Gegnerinnen und Gegner der Vorlage kritisierte den engen Zeithorizont. Es sei nicht möglich, ehrgeizige Klimaschutz-Massnahmen so kurzfristig umzusetzen. Zudem entstünden den beiden Gemeinden Opfikon und Kloten durch ihre Alleinstellung gewichtige Standortnachteile.